
Stellensuche, die versteht statt filtert
JobMeister ist eine SaaS-Plattform für den Schweizer Stellenmarkt, die ich in Eigenregie konzipiert, entwickelt und in Betrieb genommen habe. Klassische Jobportale filtern nach Stichwörtern und übersehen dabei viele passende Stellen. JobMeister bewertet jedes Inserat mit einem Sprachmodell gegen ein vollständiges Bewerberprofil aus Lebenslauf, Skills, Werten und Wünschen und begründet jede Einschätzung nachvollziehbar.
Damit die Bewertung präzise und gleichzeitig bezahlbar bleibt, setzt JobMeister auf eine zweistufige Pipeline:
Deutsche Stellentitel sind unstrukturiert und uneinheitlich. JobMeister ordnet sie über Embeddings und Vektorsuche (pgvector) der europäischen Berufstaxonomie ESCO zu. So erkennt die Plattform verwandte Rollen auch dann, wenn sie völlig anders benannt sind.
KI im Produktivbetrieb muss sich rechnen. Über Modellwahl, Vorfilterung, Prompt Caching und Batchverarbeitung konnten die Kosten pro Nutzer deutlich gesenkt werden. Die Plattform läuft auf einer container-basierten PaaS (Jelastic) in Schweizer Rechenzentren, mit getrennten Containern für Applikation, Datenbank und Hintergrundprozesse. Ein Monitoring-Konzept mit Heartbeat-Überwachung, Budgetkontrolle der externen APIs und einem automatisierten Watchdog sorgt dafür, dass kritische Abläufe ohne manuellen Eingriff wieder anlaufen.
Neben der Technik habe ich Produktstrategie, Preismodell und Onboarding verantwortet. Das Datenschutzkonzept folgt dem revDSG, inklusive Einwilligungslogik für die automatisierte Profilauswertung. Der Betrieb erfolgt in Schweizer Rechenzentren.
Wie Forge wurde auch JobMeister KI-gestützt mit Claude Code umgesetzt. Ich war Software-Architekt und Product Owner in Personalunion.